Podcast Transkript: Altersvorsorge


Podcast Titel: Altersvorsorge
Podcast Dauer: 5 min 17 sec

Private Vorsorge muss die gesetzliche Rente ergänzen

Sprecher: 
Die Erkenntnis hat sich mittlerweile durchgesetzt: Private Vorsorge für das Alter ist notwendig und muss die gesetzliche Rente ergänzen. In welchem Umfang aber, das scheint vielen Deutschen noch immer nicht klar zu sein. Studien zeigen, dass die große Mehrheit ihre Zukunft optimistischer sieht, als sie in Wirklichkeit sein wird. Deshalb sollte sich jeder die Renteninformation gut anschauen! Daraus lässt sich zwar die Höhe der gesetzlichen Rente ablesen – allerdings muss man dazu wissen: Diese Prognosen sind mit Vorsicht zu genießen. Denn der Betrag, der heute für Sie ausgerechnet wird, ist viel weniger wert, wenn die Rentenzahlung beginnt! Grund hierfür ist die demographische Entwicklung.

Die Rentenlücke wird größer

Im Augenblick ist es so: Heute finanzieren vier Beitragszahler einen Rentner. In zwanzig Jahren werden es nur noch zwei Beitragszahler sein. So wird die gesetzliche Rente wohl weit unter dem gewohnten Nettoeinkommen liegen. Um den genauen Finanzbedarf im Alter ermitteln zu können, sollte sich jeder überlegen, wieviel Geld er später im Monat brauchen wird. Danach lässt sich ziemlich genau die Differenz zwischen gesetzlicher Rente und dem persönlichen Geldbedarf ermitteln. In den meisten Fällen wird die Lücke groß sein.
Welche Möglichkeiten es grundsätzlich gibt, privat vorzusorgen, verrät der Finanzexperte Klaus Feuerbach:

Möglichkeiten der privaten Vorsorge

Die wichtigsten Anlagemöglichkeiten sind:
Riester-Rente, Rürup-Rente, Lebensversicherung, Banksparpläne und Fonds. Und die eigenen vier Wände werden auch immer bedeutender.
Noch etwas Grundsätzliches, unabhängig von der Anlageform: Je früher man für’s Alter vorsorgt, umso besser. Dafür gibt es oft auch eine Förderung vom Staat.

Riester-Rente

Sprecher: 
So wie bei der Riester-Rente. Seit 2008 zahlt der Staat bis zu 154 Euro im Monat, pro Kind gibt es noch einmal 185 Euro extra, und für jedes Kind, das ab diesem Jahr geboren wird, sogar 300 Euro.
Voraussetzung ist, dass der Sparer insgesamt 4 % seines Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr selbst anlegt.
Wer weniger spart, erhält auch weniger. Aber auch, wenn man nicht so viel zurücklegt, erhält man quasi Geld vom Staat geschenkt, weil jeder gesparte Euro gefördert wird. Für wen die Riester-Rente geeignet ist, weiß Finanzexperte Feuerbach:
Grundsätzlich können alle rentenversicherungspflichtigen Angestellten und Beamte, sowie ihre Ehepartner, „riestern“. Fast 10 Millionen Riesterverträge wurden schon abgeschlossen. Und diese Riester-Sparer freuen sich schon über das Geld vom Staat.

Rürup-Rente

Sprecher:
Freuen über eine staatliche Förderung dürfen sich auch Inhaber von Rürup-Renten, die besonders für Selbständige und Freiberufler interessant sind, die weder in die gesetzliche Rentenversicherung noch in ein Versorgungswerk einzahlen. Denn sie können die staatliche Förderung der betrieblichen Altersvorsorge nicht nutzen – und sie können meist auch nicht „riestern“; außerdem ist die Rürup-Rentner für sie wegen des hohen Steuervorteils sinnvoll. Davon profitieren im Übrigen auch Besserverdiener.

Lebensversicherung

Ein weiteres Anlagemodell für den Ruhestand ist die Lebensversicherung. So bekommt der Versicherte bei einer Kapital-Lebensversicherung eine garantierte Verzinsung auf die eingezahlten Sparbeiträge, und sogenannte Überschüsse zu einem fixen Termin. Stirbt der Versicherte aber früher, erhalten die Angehörigen die vereinbarte Summe. Zu den Vorteilen der Lebensversicherung sagt Finanzexperte Feuerbach: 
Als langfristige Geldanlage ist die Kapital-Lebensversicherung bequem und hat nur geringe Risiken. Und auch hier belohnt der Staat die Sparer - vorausgesetzt, der Vertrag läuft mindestens 12 Jahre, und endet frühestens mit dem sechzigsten Lebensjahr. Bei der Fond-gebundenen Lebensversicherung gibt es noch einen weiteren Vorteil: Der Sparer kann langfristig sparen und gleichzeitig seinen Versicherungsschutz mit einer Anlageform verbinden, die ihm einen ordentlichen Ertrag bringt.
Sprecher:
Für wen die Lebensversicherung als Anlagemodell geeignet ist, erklärt Finanzexperte Feuerbach:
Lebensversicherungen sind ganz grundsätzlich etwas für Anleger mit langem Atem, denn je früher man abschließt, und je länger die Lebensversicherung läuft, desto mehr Geld kommt dabei heraus. Deshalb ist sie vor allem für junge Leute geeignet.
Sprecher:
Das Alter des Sparers spielt auch bei anderen Anlagemodellen eine wichtige Rolle, so auch bei Banksparplänen und Fonds.

Banksparpläne und Fonds

Feuerbach:
Grundsätzlich gilt die Faustregel: Je älter der Sparer, desto sicherer sollte die Anlage sein. Gerade für diejenigen, die in zehn, fünfzehn Jahren in Rente gehen, sind Banksparpläne oder sichere Fondsparpläne erste Wahl. Jüngere Sparer können dagegen mehr Risiko eingehen, denn Aktienfonds können sich über eine lange Zeit zu renditestarken Geldanlagen mausern.
Sprecher:
Denn neben dem Alter ist auch die Risikoneigung des Sparers ein entscheidendes Kriterium für die Wahl der Anlage. Wer lieber auf Nummer Sicher gehen und auch in Zukunft ruhig schlafen will, sollte sich deshalb für den Banksparplan entscheiden. Er ist die sicherste Möglichkeit, Geld zu sparen. Der Zins der Bank ist garantiert und die regelmäßigen Sparbeträge sorgen für eine solide Kapitalbildung.
Wer in Sachen Geld risikofreudiger ist, für den können Fonds attraktiver sein. Sie sind zwar spekulativer als Banksparpläne, dafür steigen auch die Chancen auf einen höheren Ertrag.
Viele Möglichkeiten also, um für das Alter vorzusorgen. Worauf man achten sollte, fasst Klaus Feuerbach noch einmal zusammen:
Also ich rate jedem Sparer, so früh wie möglich für das Alter privat vorzusorgen. Dazu sollte sich jeder in einem ersten Schritt genau überlegen, wieviel Geld er später benötigt – am besten gemeinsam mit einem Experten. Der kann dann auch ganz individuell auf die persönlichen Bedürfnisse des Sparers eingehen und die für ihn geeigneten Anlagemöglichkeiten aufzeigen.

Ihre Raiffeisenbank berät umfassend zum Thema Altersvorsorge

Sprecher:
Möchten sie weitere Information zum Thema Altersvorsorge, dann wenden Sie sich an den Anlage-Experten Ihrer Volksbank und Raiffeisenbank.